In diesem Pilzblog werden meine Pilzfunde und sonstige pilzliche Aktivitäten in und um Straubing herum besprochen


Pilz des Monats Februar: Schmetterlingstramete

 

Pilz des Monats Februar:

 

Die Schmetterlingstramete: Dekopilz, Heilpilz und Umweltengifter

 

Bildunterschrift: Von dem schmetterlingshaften Aussehen seiner Fruchtkörper hat der Pilz seinen Namen (Foto:Meindl)

 

Wer jetzt durch den winterlichen Wald spazieren geht, kann an Laubholzstümpfen die Schmetterlingstramete (Trametes versicolor) entdecken. Es sind dünnfleischige , auffallend samtige zonierte, weißfleischige Fruchtkörper , die wie Blumenrosetten aussehen. Die Farbpalette reicht von blauschwarz, grünschwarz, rotschwarz. Dazwischen sind hellere, bräunliche Zonen. Der Hutrand ist weiß. Auf der Unterseite befindet sich eine weiße bis cremefarbene Röhrenschicht. Obwohl die Schmetterlingstramete nicht giftig ist, kann man sie nicht essen denn dafür ist sie viel zu zäh und geschmacklos. Gelegentlich sieht man diesen sehr schönen Pilz in floristischen Gestecken sowie auf Kunsthandwerker-und Christkindlmärkten. Was die Schmetterlingstramete aber besonders interessant macht, sind seine pharmakologisch wirksamen Inhaltstoffe. Die Schmetterlingstramete ist vermutlich der bestuntersuchte Pilz überhaupt. Seine Wirkung ist durch zahlreiche Studien und Forschungsreihen belegt. Vor allem in Asien werden zahlreiche Medikamente daraus hergestellt und bei einer ganzen Reihe von bösartigen Erkrankungen (Magen, Brust, Bauchspeicheldrüse, Darm, Lungen, Mund- und Rachenkrebs) eingesetzt. Die Inhaltstoffe stimulieren das Immunsystem und führen zum Absterben von Krebszellen. Sie wirken antiviral, werden zur Grippevorsorge, zur begleitenden Therapie bei Hepatitis und HIV- Infektionen eingesetzt. In asiatischen Ländern wird dieser Heilpilz zusätzlich bei der Chemo- und Strahlentherapie verwendet. Die kombinierte Anwendung soll das Immunsystem schützen und hat zur Folge, dass die herkömmliche Krebstherapie besser vertragen wird. Es erhöht sich der Behandlungserfolg und die Lebensqualität des Patienten. Da der dekorative Pilz bei uns in freier Natur an feuchten Stellen auf Baumstümpfen und Ästen häufig anzutreffen ist, kann man sich damit leicht selbst versorgen. Die Fruchtkörper sind verwendbar, solange die Poren weiß sind und sich auf der Oberseite keine Flechten und Moose befinden. Getrocknet und als Tee zubereitet kann man die Schmetterlingstramete als Erkältungstee versuchen, zur Geschmacksverbesserung kann man Honig oder einen anderen Kräutertee beigeben. Lagern sollte man den Pilz am besten gut getrocknet in einem dichten Glas, da dieser leicht von Käfern und Motten befallen wird. Neben der medizinischen Anwendung enthält der Pilz aber auch Inhaltstoffe, die von technischen Interesse sind. Der Pilz produziert Enzyme, die man nutzt um umweltbelastende Chemikalien in ihre Grundbausteine zu zerlegen. Möglicherweise kann die Schmetterlingstramete in Zukunft bei der Sanierung kontaminierter Böden oder von belasteten Abwasser Hilfe leisten. In der früheren DDR nutzte man die Schmetterlingstramete zur Herstellung von „Mycoholz“. Unter bestimmten Bedingungen verändert der Pilz die Struktur des Holzes derart, dass es nach der Behandlung formstabil bleibt. Mycoholz eignet sich zur Herstellung von Stiften, Linealen und anderen Zeichengeräten. Der Pilzbefall ändert das Wasserhaltevermögen des Holzes, weshalb es gerne zur Herstellung von Formen für die Glasindustrie benutzt wurde. 

 

Spätherbst-Schwammerl

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Pilz des Monats Juli - der Klebrige Hörnling

 

Pilz des Monats Juli:

 

Der orange Ziegenbart heißt eigentlich Klebriger Hörnling

 

 

 

Wer bei Trockenheit von Juni bis Ende November in den Wald geht, wird sicherlich als erstes den Klebrigen Hörnling mit dem wissenschaftlichen Namen „Calocera viscosa“ finden. Durch seine kräftig orange Farbe leuchtet er dem Schwammerlsucher meistens schon von Weiten entgegen.

 

Der Fruchtkörper ist 3-6 cm hoch, durch den Carotinoin-Gehalt dottergelb bis leuchtend orangegelb gefärbt. Er ist keulenförmig mit spärlichen geweihartigen Verzweigungen oder ist scheinbar korallenartig verwachsen und mit klebriger-schlüpfriger Oberfläche. Diese Oberfläche trägt die Fruchtschicht mit Sporen.

 

Die Konsistenz ist zähgummiartig, unzerbrechlich und kaum zerreißbar. Bei Trockenheit wird der Fruchtkörper hornartig und dunkler orangerot. Er quillt bei feuchter Witterung wieder auf.

 

Man findet den Klebrigen Hörnling an abgestorbenen morschen Nadelholz und häufig an bemoosten Fichten- und Kiefernstümpfen. Zeitweise ist er als Massenpilz zu beobachten.

 

Häufig wird diese Art von Sammlern für einen Korallenpilz gehalten was er aber nicht ist. Der Klebrige Hörnling gehört zu den Gallerttränenpilzen und ist mit den Korallenpilzen nicht verwandt.

 

Der Verzehr ist im Gegensatz zu einigen echten Korallenpilzen unschädlich. Für eine Hörnlings-Pilzsuppe ist er allerdings nicht geeignet, da er fast keinen Pilzgeruch und Geschmack hat. Kenner verwenden ihn daher eher im Rohzustand in geringen Mengen zur Garnierung von Pilzgerichten, indem sie ihn wie Petersilie darüber streuen. Verwechseln kann man den Klebrigen Hörnling mit dem kleineren „Pfriemförmigen Hörnling“ aber auch dieser ist ungiftig. Wer sich bei der Bestimmung des Pilzes nicht sicher ist, kann sich an den Straubinger Pilzberater Dr. Klaus Breese Tel. 0174 3039708 wenden.

 

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Spargel-Morchelcremesuppe mit Wiesenschaumkraut und Schwefelporlings-Medallions

Zunächst die getrockneten Morcheln über Nacht einweichen. Am nächsten Tag den Spargel, ca. 750 g schälen und die Schälreste in ca. 2 Liter Wasser 20 min kochen. Währenddessen eine kleingeschnittene Zwiebel anrösten und die abgetropften Morcheln, ca. 300 g, mit anrösten, beiseite stellen. Spargelreste verwerfen, abschmecken und den kleingeschnittene Spargel , ca. 3 cm lang, zugeben und 15 min kochen. Spargel abgießen und Spargel wie auch Sud aufheben. Mehlschwitze herstellen und den Sud sowie die Morcheln und das restliche Morchelwasser dazugeben, 15 min köcheln lassen, dann Schuss Weißwein dazu und nochmal kurz aufkochen. 3 Esslöffel Saure Sahne mit 1Eigelb mischen, zugeben und nochmal 5 min köcheln, dann Spargel dazu und nochmal 5 min köcheln lassen. Über Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag 1-2 Stunden in den Donauauen herumrennen um einen Schwefelporling zu finden der nicht in 5 Meter Höhe wächst. Vor Freude hinrennen, nicht aufpassen, in den Matsch fallen, Hose ruinieren und gerade so mit einer Hand festhalten bevor man in die Hochwasser-Donau fällt. Schwefelporling ernten und stolz und glücklich sein. Da im Gäuboden kein frisches Wiesenschaumkraut mehr wächst zusammen mit dem Topf Suppe und dem Schwefelporling hoch in den Bayerischen Wald fahren (800 m Höhe) und WiesenschaumkrautBlüten ernten. Suppe aufwärmen, 1-2 cm dicke Schwefelporling-Stücke kross anbraten, dazulegen, Wiesenschaumkraut drauf und fertig. Zubereitungszeit: 36 Stunden zuzüglich der Morchelsammelzeit (eigene Geschichte) und ca. 100 km Fahrt (zuzüglich Morchelsammelkilometer) also nicht gerade CO2 neutral.

Morchelzeit und Besuch in der Rosenau

Morcheln sammeln an der Isar und Besuch im Naturschutzgebiet Rosenau bei Mamming

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Ernte eines Heilpilzes: Die Schmetterlingstramete

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Winterpilzexkursion 2016

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Pilz des Monats November: Lilastieliger Rötelritterling

 

Pilz des Monats November: Der Lilastielige Rötelritterling

 

Der Lilastielige Rötelritterling ist ein typischer Pilz des Spätherbstes

 

 

 

Dingolfing/Landau/Straubing:

 

Derzeit erscheinen, kurz vor den ersten knackigen Frostperioden, noch einmal viele Pilze in unseren Wäldern, Parks und Grünflächen. Dass die „normale“ Pilzsaison langsam zu Ende geht erkennt man auch an dem teils massenhaften Auftreten einiger Pilzarten. Zu diesen Pilzarten gehört die bekannte Nebelkappe aber auch die verschiedenen lilafarbenen Rötelritterlinge. Bei den lilafarbenen Rötelritterlingen handelt es sich um gute Speisepilze auch wenn viele Pilzsammler schon allein bei der lila Farbe an Gift denken. Während der Violette Rötelritterling meist im Wald zu finden ist findet man den Lilastieligen Rötelritterling (Lepista saeva) meist auf Wiesen, teils gut versteckt unter dem Gras. Er besitzt einen 5-15 cm breiten Hut der (hell-)bräunlich gefärbt ist, dies ist der entscheidende Unterschied zum Violetten Rötelritterling, sonst sind sie sich sehr ähnlich. Die Lamellen sind weißlich-lila bis violettgrau gefärbt und relativ leicht vom Hut ablösbar. Der Stiel ist ebenfalls lila und manchmal unten etwas verdickt. Charakteristisch ist der wie parfümiert wirkende, süßliche Geruch. Der Geschmack ist ebenfalls leicht süßlich, fruchtig und sehr eigen weswegen der Lilastielige wie auch der Violette Rötelritterling bei einigen Pilzsammlern zu deren Lieblingspilzen gehören, andere wiederum diese Pilze gerade wegen ihres Geschmacks gar nicht mögen. Aber eine Kostprobe sollte man durchaus wagen! Selbstverständlich nur wenn Sie ganz sicher sind einen Rötelritterling vor sich zu haben und ausreichend durchgebraten.

 

Leider wird der Lilastielige Rötelritterling immer seltener sodaß er in einigen Regionen schon als Seltenheit zu schonen ist. Das hat zum einen damit zu tun dass es immer weniger Wiesen gibt und zum anderen dass die Wiesen immer häufiger intensiv gedüngt werden. Viele Pilze aber auch Pflanzen und Tierarten die auf diesen Lebensraum angewiesen sind werden daher immer seltener. Um auf diese negative Entwicklung hinzuweisen wurde der Lilastielige Rötelritterling von der DGFM (Deutsche Gesellschaft für Mykologie) zum Pilz des Jahres 2016 gewählt.

 

 

Wenn Sie nicht sicher sind ob Sie einen Rötelritterling vor sich haben oder nicht dann fragen Sie bei Zweifeln lieber nach beim PSV oder Pilzberater.

 

 

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Winterpilze sind da

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Exkursion mit Verkostung im Schloss Wiesenfelden

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Pilzexkursion in Zusammenarbeit mit der VHS

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Die Hexen sind los

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Frühlingspilze

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Pilz des Monats März: der Zunderschwamm

Der Zunderschwamm kann das ganze Jahr hindurch an Laubbäumen, vor allem Buchen und Birken, gefunden werden
Der Zunderschwamm kann das ganze Jahr hindurch an Laubbäumen, vor allem Buchen und Birken, gefunden werden

 

Pilz des Monats: Der Zunderschwamm

 

 

Der Zunderschwamm ist kein Speisepilz, das merkt man bereits wenn man die Fruchtkörper von den Baumstämmen lösen möchte. Knüppelhart, wie man so schön sagt, sind die Fruchtkörper. Und nur schwer vom Baumstamm abzulösen, oftmals nur unter Gebrauch von Werkzeug.

 

 

 

Und dennoch handelt es sich bei diesem Pilz um ein sehr begehrtes Objekt, seit wahrscheinlich schon tausenden von Jahren. Denn, wie der Name schon andeutet, konnte aus ihm der begehrte „Zunder“, das getrocknete, faserige Fleisch des Pilzes, hergestellt werden. Vergleichbar mit dem heutigen Streichholz, das etwa 1840 erfunden wurde konnten unsere Vorfahren dadurch ihr Feuer sozusagen auf Reisen mitnehmen. Mit Hilfe von Mineralien wie Pyrit und Quarz wurde durch Schlagen ein Funken erzeugt mit dem der Zunder (oftmals mit Salpeter getränkt) entflammt wurde. Mit weiterem trockenen Pflanzenmaterial konnte so ein Feuer entfacht werden, eine in früheren Zeiten lebenswichtige Kunst. Daher auch die Redensart etwas „brennt wie Zunder“. Der Gebrauch von Zunder lässt sich bis in die Steinzeit zurückverfolgen. Auch bei der Gletschermumie „Ötzi“ wurde Zunder und Pyrit gefunden. Wie wichtig die Zunderproduktion in früheren Zeiten in waldreichen, industriearmen Regionen war zeigt die Tatsache dass im Jahre 1875 alleine in der Gemeinde Todtnau (Schwarzwald) 40 Tonnen Zunder hergestellt wurden. Früher wurden auch verschiedene Kleidungsstücke wie Mützen oder Westen aus dem Zunderschwamm hergestellt.

 

 

 

Der Zunderschwamm (Fomes fomentarius) ist ein Parasit lebender Bäume, meist Buche oder Birke, er bewirkt eine intensive Weißfäule. Nach dem Absterben der Bäume wächst der Pilz noch lange Zeit saprob (zersetzend) weiter. Die konsolenförmigen, oftmals hufförmigen Fruchtkörper sind mehrjährige Gebilde und können im Durchmesser bis zu 30 cm erreichen. Die krustige Oberseite ist hellgrau oder blass bräunlich gefärbt und fein zoniert. Die Röhren auf der Unterseite haben eine braune Farbe und sind oft mehrfach geschichtet. Die Porenmündungen sind jung weiß bis hellgrau und bei Berührung braun verfärbend, später dunkelgrau oder bräunlich. Das Fleisch kann als zäh aber nicht völlig aushärtend beschrieben werden, frisch mit einem intensiven Geruch nach Gurke oder Wassermelone. Das Fleisch bildet nahe der Anwuchsstelle einen charakteristischen ca.10-20 mm dicken, weicheren, grob marmorierten Kern.

 

 

 

Früher wurde der Zunder bis ins 19. Jahrhundert in Apotheken als blutstillende Wundauflage unter der Bezeichnung Fungus chirurgorum (sog. Wundschwamm) verkauft. Er wurde früher in der traditionellen Volksmedizin innerlich bei Blasenleiden, schmerzhaften Regelblutungen und Hämorrhoiden eingesetzt. Die traditionelle chinesische Medizin setzt ihn gegen Lungenerkrankungen, Asthma und Magenverstimmungenein und empfiehlt ihn bei verschiedenen Krebsarten.

 

 

 

Verwechseln läßt sich der Zunderschwamm mit anderen holzbewohnenden Pilzen wie z.B. den Feuerschwämmen. Sie unterscheiden sich durch ihre feste, holzartige Konsistenz mit nicht eindrückbarer Hutkruste, die Fruchtkörper sind auch flacher und nicht hufeisenförmig. Darüber hinaus besteht eine Ähnlichkeit mit dem rotrandigen Baumschwamm (Fomitopsis pinicola), der allerdings meist an Nadelholz zu finden ist und eine hellere Trama und nicht verfärbende Poren aufweist. Junge Fruchtkörper könnten auch mit dem flachen Lackporling verwechselt werden. Diesem fehlt aber das typisch marmorierte Fleisch und das Wachstum geht sehr viel mehr in die Breite.

 

 

 

Daher lieber zuerst noch mal genau im Bestimmungsbuch nachlesen und bei Zweifeln den Pilzberater Dr. Klaus Breese aus Straubing kontaktieren. Tel. 0174 3039708.

 

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Pilz des Monats - Pfirsichtäubling

 Durch seinen gelben Hut ist der Pfirsichtäubling leicht im Wald zu finden
Durch seinen gelben Hut ist der Pfirsichtäubling leicht im Wald zu finden

Pilz des Monats: Der Pfirsichtäubling


Dingolfing-Landau: Der Pfirsichtäubling (Russula violeipes) - er wird auch Violettstieliger Täubling genannt - ist ein ausgezeichneter und besonders schöner Speisepilz. Normalerweise erscheint er schon Ende Juni und kommt bis in den Oktober vor. Heuer ist bisher ein ausgesprochen schlechtes Schwammerljahr, es war viel zu warm und zu trocken. Der September und der Oktober könnten, wenn das Wetter mitspielt, aber noch gute Pilzmonate werden.

Der Pfirsichtäubling hat einen vier bis acht cm breiten Hut, jung ist dieser halbkugelig, dann gewölbt bis ausgebreitet, zuletzt mit niedergedrückter Mitte, die Oberfläche ist feinsamtig und trocken. Die Hutfarbe ist jung hell schwefelgelb, dann gelb, gelbgrün, lila getönt, später oft violettpurpurn überlaufen. Der Rand ist nicht gerieft, die Huthaut ist teilweise abziehbar. Die Lamellen sind jung weiß, später cremefarbig bis schwefelgelb, alt strohgelb. Der Stiel ist zylindrisch, an der Basis etwas verjüngt, jung weiß, später violett überhaucht. Das Fleisch ist weiß, hart und brüchig und schmeckt mild. Der Geruch ist beim jungen Pilz fruchtig, der ältere Pilz riecht leicht nach Krabben oder Hering.

Der Pfirsichtäubling wächst auf sauren Böden . Er ist ein Mykorrhiza-Pilz, das heißt, er braucht zum Wachsen einen Baumpartner, mit dem er Wasser und Mineralien gegen Kohlenhydrate austauscht. Am liebsten geht er mit der Buche, manchmal auch mit der Fichte, eine Verbindung ein.

Der Pfirsichtäubling kann eigentlich nur mit anderen Täublingen verwechselt werden. Nach der "Täublingsregel" sind alle mild schmeckenden Täublinge essbar, dazu probiert man ein kleines Stück. Die Probe aber nicht schlucken, sondern ausspucken, denn roh sind alle Wildpilze giftig. Diese Regel darf nur angewendet werden, wenn es sich mit Sicherheit um einen Täubling handelt. Stark giftige Pilze dürfen keinesfalls probiert werden. Der Pfirsichtäubling ist standorttreu und ist in den Wäldern des Landkreises regelmäßig zu finden. Trotzdem, auch wenn Täublinge eher zu den unproblematischen Pilzen hinsichtlich Giftigkeit zählen, darf man nicht leichtsinnig beim Sammeln werden.

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Krause Glucken

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Es geht langsam los mit den Pilzen

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Pilz des Monats - der Frauentäubling

Aktuell sind in Niederbayern aufgrund der langanhaltenden Trockenheit fast keine Pilze zu finden. Aber da der Frauentäubling (Russula cyanoxantha) mit zu den ersten Pilzen im Jahr gehört konnte er schon im Mai/Juni gefunden werden. Wenn es jetzt wieder feuchter wird, wird auch dieser Pilz häufig anzutreffen sein. Der Frauentäubling gehört zu den Täublingen, einer Pilzgruppe mit Lamellen und sehr brüchigem Fleisch. Im Gegensatz zu den meisten anderen Pilzen zerbrechen die Stiele der Täublinge unter Druck wie eine Möhre, d.h. sie brechen einfach ab. Bei den meisten anderen Pilzen geben die Stiele wegen der Längsfaserigkeit zunächst nach und brechen dann an der Verbindung zum Hut ab. Und die Lamellen der meisten Täublinge zersplittern sehr leicht wenn man mit etwas Druck mit dem Finger über sie fährt. Bei den meisten anderen Pilzen geben die Lamellen nach, wie die Seiten eines Busches. Genau das ist beim Frauentäubling auch der Fall: seine Lamellen sind für einen Täubling recht weich und splittern nicht bei leichtem Druck sondern geben nach.

Viele Pilze verfügen über mehr oder weniger eindeutige Farben. So ist es nicht beim Frauentäubling, Violetttöne herrschen zwar vor aber alle Töne über Blau, Grün bis hin zu Gelb und alle Mischfarben sind möglich, oft sogar bei Fruchtkörpern die nahe beieinander wachsen. Die Lamellen sind weiß und weich, der Stiel walzenförmig, an der Basis meist zugespitzt und ohne Ring oder Volva. Der Hut ist 5-15 cm breit, jung halbkugelig, später dann flach gewölbt. Die Huthaut ist vom Rand her bis ca. 1/3 abziehbar, sie ist nicht feldrig aufreißend. Der Geschmack ist mild und durch das feste Fleisch ist der Frauentäubling ein ausgezeichneter Speisepilz. Junge Exemplare besitzen eine leicht nussartige Geschmackskomponente. Im Alter wird der Pilz schwammig und der Befall mit Maden nimmt stark zu.


Täublinge sind Mykorrhiza-Pilze. Der Frauentäubling lebt in Symbiose mit Buchen oder Fichten und läßt sich in fast allen Waldarten finden, gerne auf Kalkböden aber auch auf saurem Boden im bayerischen Wald.

Verwechslungsmöglichkeiten: Wegen der manchmal grünlichen Hutfarben und weißen Lamellen könnte man einen grünen Frauentäubling mit einem grünen Knollenblätterpilz verwechseln, dieser ist bekanntlich sehr giftig. Das brüchige Stielfleisch und der fehlende Ring und Volva sollten aber auffallende Unterschiede sein. Eine Verwechslung mit anderen Täublingsarten erscheint schon wahrscheinlicher, es gibt immerhin ca. 200 Arten alleine in Deutschland. Viele Täublingsarten lassen sich nur mithilfe des Mikroskops oder durch chemische Reaktionen unterscheiden. Hier hilft aber die sogenannte „Täublingsregel“: Wenn man ein kleines Stück des rohen Täublings probiert und es schmeckt scharf handelt es sich um eine ungenießbare oder giftige Art, ist der Geschmack mild ist er genießbar. Diese Regel gilt ausschließlich für Täublinge und darf bei anderen Pilzgattungen nicht angewendet werden!

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Pilz des Monats: der Speisetäubling

Fleischfarbige Huthaut, Weißer Stiel ohne Ring und Knolle, Weiße Lamellen, brüchiges Fleisch und milder Geschmack sind die Hauptkennzeichen des Speisetäublings.
Fleischfarbige Huthaut, Weißer Stiel ohne Ring und Knolle, Weiße Lamellen, brüchiges Fleisch und milder Geschmack sind die Hauptkennzeichen des Speisetäublings.

Pilz des Monats Juli: Der Speisetäubling

Bildunterschrift: Fleischfarbige Huthaut, Weißer Stiel ohne Ring und Knolle, Weiße Lamellen, brüchiges Fleisch und milder Geschmack sind die Hauptkennzeichen des Speisetäublings.


Dingolfing/Landau/Straubing: Zur Zeit ist es noch zu trocken, aber wenn es wieder mehr regnet und der Waldboden mit Feuchtigkeit versorgt wird, erscheint er als einer der ersten Speisepilze in unseren Wäldern. Täublinge sind Pilze mit hellen Lamellen und sehr brüchigem Fleisch. Einer der bekanntesten unter ihnen ist der Speisetäubling (Russula vesca), ein sehr guter Speisepilz. Er gehört zu den leicht verdaulichen Pilzarten. Bei der Zubereitung bleibt sein Fleisch weiß und fest, er schmeckt mild-nussartig.

Gut ist der mittelgroße Pilz an seiner Hutfarbe zu erkennen, die an rohes mageres Schweinefleisch erinnert. Die Huthaut reicht meist nicht bis zum Hutrand, so dass dann ein weißer Rand entsteht, sie lässt sich leicht bis etwa zur Mitte abziehen. Der Speisetäubling hat weiße Lamellen, oft sind sie rostbräunlich gefleckt. Der Stiel ist weiß, zylindrisch, an der Basis charakteristisch zugespitzt und dort oft braunfleckig. Das Pilzfleisch ist besonders fest und brüchig, der Stiel lässt sich nicht biegen, er bricht beim Versuch quer durch. Auch die Lamellen brechen, wenn man mit dem Finger darüber streicht.

Täublinge sind Mykorrhiza-Pilze. Sie leben in Symbiose mit verschiedenen Baumarten. Der Speisetäubling wächst unter Eichen, Rotbuchen, Kiefern und Fichten. Von Juli bis Oktober ist er in unserer Gegend häufig zu finden.

Täublinge können bereits im Wald getestet werden, wenn man ein kleines Stück probiert. Sie schmecken entweder mild, scharf oder bitter. Alle mild schmeckenden Täublinge sind essbar.

Der Speisetäubling ist leicht erkennbar, beachtet man die beschriebenen Merkmale, kann er nicht mit einem Giftpilz verwechselt werden. Versierte Speisepilzsammler sollten nicht achtlos an ihm vorbei gehen, er wertet jedes Pilzmischgericht auf.Trotzdem, auch wenn Täublinge eher zu den unproblematischen Pilzen hinsichtlich Giftigkeit zählen, darf man nicht leichtsinnig beim Sammeln werden.



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Pilz des Monats Juni: Flockenstieliger Hexenröhrling

Pilz des Monats: Der Flockenstielige Hexenröhrling


Bildunterschrift: Der Flockenstielige Hexenröhrling, auch Schusterpilz oder Zigeuner genannt, kann bei passenden Witterungsverhältnissen schon im Juni gefunden werden.


Auf den ersten Blick erscheint dem unerfahrenen Pilzsammler dieser Pilz nicht besonders einladend. Mit seinen leuchtend roten Poren und dem intensiven Blauen des Fleisches bei Verletzung wirkt der Pilz wahrlich ein bisschen unheimlich und der Name „Hexenröhrling“ trägt auch nicht direkt zur Beruhigung bei.


Dabei ist genau das Gegenteil der Fall! Der Flockenstieligen Hexenröhrling (Neoboletus luridiformis) gehört zwar zu den roh giftigen Pilzen aber ausreichend gekocht oder gebraten ist der festfleischige Pilz sehr wohlschmeckend. Es handelt es sich um einen wahren Leckerbissen der dem Steinpilz zumindest ebenbürtig ist, sich auch sehr gut zum Trocknen eignet und nicht so sehr von Maden befallen wird wie viele andere Röhrlinge. Man findet ihn von Juni bis Oktober, vorzugsweise auf sauren Böden bei Fichte, seltener unter anderen Nadelbäumen und gelegentlich auch bei Buchen oder Linden.


Der Hut des teils sehr stattlichen Pilzes kann bis 20 cm breit werden und ist meist dunkelbraun. Die Bezeichnung „Schusterpilz“ entstand wegen der wildlederartigen Oberfläche des Huts. Die Röhren sind gelb und haben rote Mündungen (Poren) die sich bei Berührung sofort schwarzblau verfärben. Der Stiel ist auf gelblichem Grund dicht mit karminroten Schüppchen bedeckt, es ist keine Netzstruktur erkennbar. Der Stiel ist dick, fest und wie auch das Hutfleisch bei Verletzung sofort dunkelblau verfärbend. Das Fleisch verfärbt sich in der Pfanne zunächst schwarz, dann wird es wieder gelb.


Für die Blaufärbung bei Druck oder Beschädigung des Pilzes sind enzymatische Oxidationsreaktionen verantwortlich die auch bei anderen Pilzen wie z.B. den Maronenröhrlingen, beobachtet werden können. Die Blauverfärbung ist also kein Zeichen von „Hexenmagie“ oder Giftigkeit sondern ein an sich harmloser Effekt. Es gilt hier sogar die Regel: Alle blauverfärbenden Röhrlinge ohne Netzzeichnung am Stiel sind essbar.


Damit wären wir auch schon bei den Verwechslungsmöglichkeiten: Der Netzstielige Hexenröhrling (Suillellus luridus) hat, wie der Name schon sagt, eine deutliche Netzzeichnung am Stiel, besonders im oberen Bereich kurz unter dem Hut. Er ist nach ausreichender Erhitzung essbar und ein durchaus beliebter Speisepilz. Der giftige Satansröhrling (Rubroboletus satanas)hat ebenfalls rote Poren und läuft bei Druck leicht blau an, die Blauverfärbung ist aber nicht so stark und schnell, der Hut ist meist heller und der Stiel besitzt ein hellgelbliches bis rotes Netz. Der Geruch wird im Alter unangenehm aasähnlich. Er wächst gerne auf Kalk und ist ein eher seltener Pilz. Er verursacht schwere Magen-Darm-Erkrankungen mit heftigem Erbrechen.


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Pilz des Monats



Bild und Text von meinem Pilzfreund Heiner Wälischmiller.


Der Voreilende Ackerling wächst oft büschelweise auf Rindenmulch

 

 

Wer zu dieser Jahreszeit auf Pilzsuche geht, ist meist in den Auwäldern auf Morchelsuche anzutreffen. Doch auch in unseren Nadelwäldern erscheinen jetzt die ersten Frühjahrspilze. Der Voreilende Ackerling (Agrocybe praecox) ist nicht nur in Laub- oder Fichtenwäldern, insbesondere auf deren Waldwegen, sondern auch in Gärten, Parks, auf Rindenmulch und Ruderalstellen zu finden.

 Der Voreilende Ackerling ist vor allem im Frühjahr bis zum Sommeranfang, jedoch vereinzelt noch bis in den Spätherbst anzutreffen. Sein Hut hat etwa drei bis acht Zentimeter Durchmesser, ist strohgelb, gelbgrau bis milchkaffeebraun, die Mitte ist etwas dunkler und der Rand lange eingerollt. Bei Trockenheit bricht die Huthaut felderig auf. Am Hutrand zeigen sich oft faserige Velumreste.

 Die Lamellen sind weißlich, im Alter gelblich-bräunlich, ausgebuchtet angewachsen und mit Zahn herablaufend. Die Lamellenschneiden sind uneben und mit Zwischenlamellen versehen. Der Stiel ist weißlich, alt bräunlich mit vergänglich häutigem Ring. Unverletzt ist sein Geruch kakaoartig, gerieben ranzigmehlig. Das Sporenpulver wird mit rostbraun, graubraun sowie erdbraun beschrieben.

 Für Speisezwecke kann der Pilz in einem Mischgericht verwendet werden. Der Geschmack ist etwas mehlartig und bitter. Die Bitterkeit verliert sich jedoch beim Kochen. Außerdem wird der Voreilende Ackerling schnell madig.

 In der Literatur finden sich zum Voreilenden Ackerling keine besonderen Rezepte für ein Pilzgericht, da sein etwas bitterer und dumpfer Geschmack keinen besonders lohnenden Genuss darstellt.

 Verwechslungsgefahr besteht mit dem Krönchenträuschling, der keinen Mehlgeruch aufweist, sowie mit weißen Trichterlingen, die alle als giftig anzusehen sind.

 

 

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Pilz des Monats

Der folgende Text wurde mir freundlicherweise von meinem Pilzfreund Franz Meindl zur Verfügung gestellt (Pilzfreunde Landau), monatlich werden in der dortigen Presse die jeweiligen "Pilze des Monats" veröffentlicht.


Natur im Landkreis: Wer findet den Märzschneckling?

Bildunterschrift: Der seltene Märzschneckling gehört zu den Lamellenpilzen (Foto: Meindl)

Dingolfing/Landau: Zur Zeit geht kaum jemand zum Schwammerlsuchen in unsere Wälder. Wer es aber trotztdem tut, kann zur Zeit einen unserer seltensten Speisepilze finden - der Märzschneckling, wissenschaftlich Hygrophorus marzuolus. Laut Literatur erscheint er in Bergwäldern, kurz nach der Schneeschmelze. Bei uns im Landkreis dürfte es den Pilz eigentlich demnach nicht geben. Inzwischen ist dies durch mehrere Funde widerlegt . Mitglieder der Pilzgruppe Dingolfing-Landau entdeckten ihn erstmal 2009 in unserem Landkreis . Genau hinschauen muss man schon, um den dunkelgrauen Pilz mit grau-weißen Lamellen zu finden, denn oft schieben die in Nestern wachsenden Fruchtkörper nur die Erde etwas nach oben. Man verwechselt ihn dann leicht mit einer Wurzel oder einem Stein.

Der auf der Roten Liste stehende Märzschneckling liebt kalkreiche Böden. Sein Hut kann bis zu 15 cm Durchmesser erreichen. Der Hut ist jung gebuckelt, alt in der Mitte etwas eingesenkt und der Hutrand aufgeschlagen, eingewachsen bräunlich, faserig oder gefleckt. Der Geruch ist angenehm und der Geschmack mild. Er schmeckt ausgezeichnet, trotzdem darf man ihn wegen seiner Seltenheit nicht pflücken.

Heuer wurde diese mykologische Rarität bisher nur an 2 Stellen im Landkreis gefunden. Es ist aber zu vermuten, dass es ihn noch öfter in unseren Wäldern gibt. Wem also jetzt im Frühling zufällig bei Holzarbeiten oder bei einem Waldspaziergang die abgebildeten Pilze auffallen, der sollte sich an die Pilzgruppe wenden . Dabei ist der genaue Fundort nicht so wichtig. Es genügt eine ungefähre Ortsangabe für die Aufnahme in die Landkreis-Pilzkartierung. Vielleicht stellt sich dann heraus, dass der Pilz doch nicht so selten ist wie vermutet, sondern sich eben nur gut tarnt.


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Pilz des Monates Februar: Austernseitling

Der folgende Text wurde mir freundlicherweise von meinem Pilzfreund Franz Meindl zur Verfügung gestellt (Pilzfreunde Landau), monatlich werden in der dortigen Presse die jeweiligen "Pilze des Monats" veröffentlicht.


Landau/Dingolfing: Es mutet schon etwas seltsam an, wenn jetzt im Winter jemand mit dem Pilzkorb unterwegs ist. Aber essbare Pilze sind nicht nur im Sommer und Herbst in unseren Wäldern zu finden. Wenn nach Frostperioden das Wetter wieder milder wird, sprießen aus abgestorbenen Bäumen und Stümpfen die Fruchtkörper verschiedener Pilzarten. An Weichhölzern wie Weiden und Pappeln, wachsen Samtfußrübling und Austernseitling. An sterbenden Holunderbüschen macht sich vor allem das Judasohr breit. Alle 3 Arten sind wohlschmeckende Speisepilze und häufig. Der Austernseitling (Pleurotus ostreatus), auch Austernpilz genannt, ist mit Abstand der ergiebigste und wohlschmeckendste dieser Drei. Er bildet seine Fruchtkörper in der Regel ab November und ist bis in den Februar hinein zu finden. Er kann an bereits geschwächten, noch lebenden Bäumen Fuß fassen oder auch bereits abgestorbenes Holz zersetzen

. Die Hüte werden gewöhnlich bis 12 Zentimeter, bei günstigen Bedingungen – hohe Luftfeuchtigkeit bei niedrigen Plusgraden – auch bis zu 20 Zentimetern breit. Die weißen Stiele wachsen seitlich, sind filzig, dick, zäh und derb und münden in den gemeinsamen Stielansatz. Weil sie recht zäh sind, sollten die Stiele abgeschnitten werden. Wild wachsende Austernpilze sind farblich recht variabel. So gibt es Vertreter in hell- oder dunkelbraunen, braunvioletten, ockerbräunlichen, ockergelben, gelben und blassgelben Tönen bis hin zu aschgrauen, gelbgrauen, taubenblaugrauen und schließlich schwärzlichen, ja gänzlich schwarzen Varianten. Wer der Passion des Pilzesuchens eher nicht verfallen ist, kann Austernpilze auch im Gemüseregal unserer Lebensmittelmärkte erstehen. Die hier angebotenen Pilze sind botanisch korrekt allerdings keine Austernpilze sondern Lungenseitlinge (Pleurotus pulmonarius). Sie lassen sich gut auf Strohballen züchten und wachsen das ganze Jahr über auch bei warmen Temperaturen. Ihre ursprüngliche Wildheimat ist Florida. Rezepte für Austernpilze findet man in jedem Kochbuch, Grundsatz ist allerdings, nur frische Exemplare zu verwenden und eine Koch- oder Garzeit von min. 15 Minuten ein zu halten. Wer was für seine Gesundheit tun möchte, ist beim Austernseitling genau richtig. Er enthält die lebenswichtigen B-Vitamine und ist damit eine gute Alternative zu Fleischprodukten. Er ist auch einer der wenigen Pilze, der Vitamin C in nennenswerten Mengen enthält. In der traditionellen chinesischen Medizin wird der Austernseitling schon lange für Heilzwecke verwendet. Moderne Untersuchungen der Inhaltsstoffe ergaben, dass der Pilz auch Krebs hemmende Stoffe enthält und einem erhöhten Cholesterinspiegel entgegenwirkt. Ein ökologischer Schaden entsteht durch das Sammeln von Austernpilzen nicht. Es wurde beobachtet, dass befallene Bäume auch mit dem Pilz noch lange leben können. Bei Auftreten des Austernpilzes gleich die Säge an zu setzen wäre ein Fehler, denn für Vögel und Insekten wird der Wert des Baumes durch den Pilz sogar noch gesteigert.



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Mitten in Straubing

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Austernseitlinge unterm Schnee

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Judasohren

Judasohren, Auricularia auricula-judae, an einem alten Holunder an der Rückseite der Messe-Hallen am Hagen in Straubing. Pilze findet man einfach überall :-)

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Winter-Speisepilze

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Termine 2015 der Exkursionen der Pilzgruppe Dingolfing-Landau

Hier die Termine für Exkursionen der Pilzgruppe Dingolfing-Landau 2015:

Sonntag, 19.April

Sonntag, 19.Juli

Sonntag, 13. September

Sonntag, 4.Oktober

Wer da mal mitkommen möchte soll mich bitte kontaktieren.


700 Seiten Russula (Täublinge) Ikonografie

Russularum Icones
Russularum Icones

Habe heute die zweibändige Russula-Ikonographie von Helga Marxmüller bekommen. 230 Arten und Formen. Freue mich schon auf die ersten Täublinge!

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Weitere Pilzfunde im Dezember

Diesmal war ich im Osten der Gstütt-Insel im Norden Straubings unterwegs. Auf dem Bild ist zu sehen wie ich mit einem langen Stock Austernseitlinge, Pleurotus ostreatus, in ca. 4 Meter Höhe ernte. Bei den anderen Pilzen handelt es sich wahrscheinlich um Zunderschwämme, Fomes fomentarius.

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