Eingelegte, schwarze Walnüsse

Anfang August geerntete, grüne Walnüsse wurden mit einer spitzen Gabel gelöchert und mit kaltem Wasser gewässert. Das Wasser färbt sich durch die herausgelösten Gerbstoffe immer sehr schnell braun, daher muss es täglich mindestens ein Mal gewechselt werden. Wenn sich das Wasser nicht mehr färbt, das kann ein paar Wochen dauern, kann die Herstellung der eingelegten, schwarzen Walnüsse weitergehen. Die inzwischen schon schwarz gewordenen Walnüsse werden mit kochendem Wasser überbrüht und ca. 10 min stehen gelassen, dann mit kaltem Wasser abgeschreckt. Ich hatte 22 Walnüsse, ca. 500 Gramm. In einem Topf werden ca. 700 g Zucker mit 350 ml Wasser langsam zum Sieden gebracht bis eine klare Lösung entsteht. Danach werden Zimt, Vanille, Gewürznelken, Pimentkörner und eine geriebene Limetten- oder Zitronenschale und deren Saft dazugefügt. Jetzt werden die Walnüsse zugefügt und ca. 30 min leicht geköchelt. Dann werden die Walnüsse auf Gefäße verteilt und mit der Flüssigkeit aufgefüllt. Zum Abkühlen wird auf den Kopf gestellt - fertig. Jetzt das Ganze in einem kühlen Raum mind. ein halbes, besser ein ganzes oder zwei Jahre gelagert. Super-Slow-Food sozusagen :-) Und dann können die Walnüsse in feinsten Scheiben zu Vanilleeis, Käseplatte oder Wildfleischgerichten genossen werden.

Eingefangene Sonnenstrahlen

Spätestens jetzt ist es wieder Zeit die Blüten des Johanniskrauts zu sammeln. Ich sammle die Blüten aktuell von nicht-gedüngten Wiesen im Bayerischen Wald. Getrocknet oder frisch gibt man sie in ein Bio-Sonnenblumen oder -Olivenöl (oder ein anderes qualitativ hochwertiges Öl oder Ölmischung) und stellt das Glas in die Sonne. Man beachte dass keine Blütenteile aus dem Öl herausschauen sonst würde das Blütenteil anfangen zu schimmeln. Das Öl färbt sich im Laufe der Tage tiefrot bis violett, nach spätestens 4-6 Wochen dürfte das Öl fertig sein. Man kann auch die Blüten durch neue ersetzen, dann wird das Öl noch dunkler. Das Rotöl soll, äußerlich auf die Haut aufgetragen, lindernd auf viele Muskelbeschwerden sowie stumpfe und scharfe Verletzungen wirken. Auch bei leichten Verbrennungen soll es helfen. Man sollte aber die Haut mit dem Rotöl nicht der Sonne aussetzen. Das Öl kann natürlich auch für die Herstellung einer guten Salbe verwendet werden.

Vin de Noix - Wein mit grünen Walnüssen

Dieses Jahr gibt es in großen Teilen Bayerns keine Walnüsse, weil die Blüten im Frühjahr erfroren sind. So auch in der näheren Umgebung von Straubing. Allerdings hat der Frost nicht überall so erbarmungslos zugeschlagen, von Freunden in der Nähe von Eggenfelden bekam ich die von mir so dringend benötigten grünen Walnüsse (sie müssen noch leicht mit einem Messer durchzuschneiden sein) für den Vin de Noix - eine französische Spezialität. Hat man erstmal die grünen Walnüsse und alle Gewürze besorgt ist der Ansatz dieses auch als Aperitif benutzten Getränks recht einfach.

 

Für ein 1 Liter Gefäß:

 

500 ml Rotwein nach Wahl

100 ml Grappa oder Wodka

60 g Zucker (weiß/braun im Verhältnis 2/1 oder nach Belieben)

2 Pimentkörner

1/2 Sternanis

1/3 einer Bio-Zitronenschale

1 Gewürznelke

2 cm einer Zimtstange

1 Wacholderbeere

1 große Messerspitze geriebene Vanilleschote

1 große Messerspitze Muskatnuss

 

danach mit geviertelten grünen Walnüssen (die Enden vorher abschneiden) auffüllen, das sind, je nach Größe ca. 10-15 Stück.

 

Das Gefäß gut verschließen, es darf keine Luft ziehen (sonst würden wir uns uU nur einen Rotwein-Walnuss-Gewürzessig herstellen). Die Flaschen für 1 - 2 Monate an einen sonnigen Platz stellen. Danach abseihen und den Wein noch mind. einen weiteren Monat an einem kühlen Ort nachreifen lassen. Kühl servieren. Voila. Geniessen. Als Aperitif oder besonderes Schmankerl.

 

Ich liebe Slow-Food - demnächst gibt es das Rezept für die Herstellung von schwarzen Walnüssen - das ist sozusagen Super-Slow-Food.

 

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Likör aus grünen Walnüssen

Jetzt ist genau die richtige Zeit einen Likör aus grünen Walnüssen anzusetzen. Die Walnüsse müssen noch leicht mit einem Messer durchzuschneiden sein, d.h. die harte Schale darf sich noch nicht gebildet haben. Die Zubereitung ist eigentlich ganz einfach:

In eine verschraubbare Flasche (0,5 oder 0,7 Liter) wird die Hälfte vom Volumen ein 40%iger Wodka eingefüllt (Endkonzentrion des Alkohols ca. 20 %). Dann werden pro Flasche 2 grüne Walnüsse kleingeschnitten und eingefüllt. Jetzt kommt noch ein Stück einer Zimtstange dazu sowie eine Vanilleschote (oder eine halbe). Dann noch 150 g Zucker dazu und mit Wasser auffüllen....fertig. Ich habe 5 Flaschen angesetzt, in 2 von den Flaschen habe ich noch etwas Platz gelassen, in diese Flaschen kommen dann später noch reife Kornelkirschen dazu.

Jetzt muss das Ganze 6-8 Wochen an einem sonnigen Ort reifen - fertig. Der Likör nimmt eine dunkelbraune Farbe an und schmeckt himmlisch. :-)

Spargel-Morchelcremesuppe mit Wiesenschaumkraut und Schwefelporlings-Medallions

Zunächst die getrockneten Morcheln über Nacht einweichen. Am nächsten Tag den Spargel, ca. 750 g schälen und die Schälreste in ca. 2 Liter Wasser 20 min kochen. Währenddessen eine kleingeschnittene Zwiebel anrösten und die abgetropften Morcheln, ca. 300 g, mit anrösten, beiseite stellen. Spargelreste verwerfen, abschmecken und den kleingeschnittene Spargel , ca. 3 cm lang, zugeben und 15 min kochen. Spargel abgießen und Spargel wie auch Sud aufheben. Mehlschwitze herstellen und den Sud sowie die Morcheln und das restliche Morchelwasser dazugeben, 15 min köcheln lassen, dann Schuss Weißwein dazu und nochmal kurz aufkochen. 3 Esslöffel Saure Sahne mit 1Eigelb mischen, zugeben und nochmal 5 min köcheln, dann Spargel dazu und nochmal 5 min köcheln lassen. Über Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag 1-2 Stunden in den Donauauen herumrennen um einen Schwefelporling zu finden der nicht in 5 Meter Höhe wächst. Vor Freude hinrennen, nicht aufpassen, in den Matsch fallen, Hose ruinieren und gerade so mit einer Hand festhalten bevor man in die Hochwasser-Donau fällt. Schwefelporling ernten und stolz und glücklich sein. Da im Gäuboden kein frisches Wiesenschaumkraut mehr wächst zusammen mit dem Topf Suppe und dem Schwefelporling hoch in den Bayerischen Wald fahren (800 m Höhe) und WiesenschaumkrautBlüten ernten. Suppe aufwärmen, 1-2 cm dicke Schwefelporling-Stücke kross anbraten, dazulegen, Wiesenschaumkraut drauf und fertig. Zubereitungszeit: 36 Stunden zuzüglich der Morchelsammelzeit (eigene Geschichte) und ca. 100 km Fahrt (zuzüglich Morchelsammelkilometer) also nicht gerade CO2 neutral.

Morchelzeit und Besuch in der Rosenau

Morcheln sammeln an der Isar und Besuch im Naturschutzgebiet Rosenau bei Mamming

Heute stand mit meinen Pilzfreunden aus Landau ein Besuch des Naturschutzgebietes Rosenau bei Mamming auf dem Plan. Wundervolle Pilz- und Pflanzenarten konnten wir in diesem schon seit vielen Jahrzehnten naturbelassenen Magerwiesengebiet mit vereinzeltem Sträucher- und Baumbestand bewundern. Auf dem Magerrasen wuchsen viele Spitzmorcheln, daneben die Küchenschelle, die Frühlingsorchis und der Regensburger Ginster. Unter ein paar Bäumen waren Mairitterlinge zu finden, am Wegrand schöne Speisemorcheln. Sogar am gegenüberliegenden Bahndamm wuchsen Morcheln und Anemonenbecherlinge. In diesem Naturschutzgebiet wurden SELBSTVERSTÄNDLICH keine Pilze gesammelt. Die Morcheln im Korb wurden anschließend in den Isarauen gesammelt. Trotz des Regens ein schöner Ostermontags-Exkursions-Tag.

Lippenbalsam selbstgemacht

Heute wird auf Drängen verschiedener Familienmitglieder Lippenbalsam hergestellt. Eine "weltweite" Version mit einheimischem Bienenwachs, afrikanischer Sheabutter, Biokokosöl von ich weiß nicht woher und Vanille von ich weiß nicht woher. Und eine zumindest eher "europäische" Version aus einheimischem Bienenwachs, einheimischem Honig und einer Olivenöl/Sonnenblumenöl-Mischung in die Ringelblumenblüten aus dem Bayerwald eingelegt wurden. Verschiedene Konzentrationen wurden ausprobiert und sogleich verwendet. Hilft scheinbar auch bei kleinen Rissen in der Haut. Ziemlich toll und wie immer ohne unnötige Chemie.

Gesichts-/Körperlotion selbst hergestellt

Ist zwar nicht direkt ein Kräuterbeitrag aber Kamille ist in dieser selbstgemachten Gesichts-/Körperlotion ja auch drinnen. Und zwar in Form von Kamillentee und einigen Tropfen ätherischen Öls. Ansonsten habe ich zwei Ansätze gemacht, einmal mit Carnaubawachs und einmal mit Bienenwachs. In beiden Lotions ist eine Mischung von Mandel- und Sonnenblumenöl. Das war schon alles was drin ist. Kein Konservierungsmittel, keine unnötigen Chemikalien. Im Kühlschrank mehrere Wochen haltbar. Die Versuche an mehreren Familienmitgliedern laufen :-) .

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Hustensaft aus schwarzem Rettich

Hustensaft selbst gemacht aus schwarzem Rettich

Dieser Hustensaft ist schnell hergestellt, die Kinder können beim Auffüllen des Rettichs auch prima helfen. Die Beschreibung ist bei den einzelnen Bildern dabei. Resultat ist ein süßer Hustensaft der bei meinem Kleinen große Zustimmung findet :-) Kann abschließend in eine kleine Flasche abgefüllt werden und sollte sich aufgrund des Zuckergehaltes einige Wochen im Kühlschrank halten. Wird aber wahrscheinlich eh nicht so lange halten weil man 5-10 Teelöffel pro Tag einnehmen kann, Kinder entsprechend weniger.

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Gemüsepaste und Gemüsebrühe selbst gemacht

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Rosskastanien als Waschmittel

Wir machen das jetzt also auch :-) Rosskastanien sammeln und als Waschmittel für die Waschmaschine benutzen...prima Sache und sehr einfach.

Man benötigt ca. 8 Rosskastanien (gerade liegen die Kastanien überall rum und mein Helferteam sammelt die Kastanien sehr, sehr gerne ein), viertelt diese , gibt sie in ein Glas und füllt ca. 300 ml Wasser drüber. Am nächsten Tag schüttet man die Flüssigkeit durch ein Teesieb und schüttet die Flüssigkeit dann bei der Waschmaschine dort rein wo sonst das Pulver hineinkommt (bei uns ist das jedenfalls so). Man kann auch noch einen Löffel Soda dazugeben wegen dem kalkreichen Wasser bei uns und/oder ätherisches Öl für einen guten Geruch. Und los gehts mit der Wäsche - einfach und gut.  Die geviertelten Rosskastanien kann man nochmal verwenden (vielleicht auch öfter, haben wir noch nicht probiert).

Ich hab die Dinger als Kind immer eingesammelt und wußte, nachdem ich drei Streichholz-Kastanien-Figuren gebastelt hatte, nie so recht was ich mit den Rosskastanien anfangen sollte - jetzt weiß ichs :-)

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Wildkräuter-Spaziergang am 08. Mai

Am 08. Mai vormittags fand der erste Wildkräuterspaziergang in Zusammenarbeit mit der VHS Straubing dieses Jahr statt. Die 13 Teilnehmer, meine gute Freundin und Hilfe Jutta und ich verbrachten 2 Stunden an den Donaudämmen und der näheren Umgebung auf dem Gelände der Gstütt-Insel im Norden Straubings. Zu Beginn gab es einen kleinen Snack Wiesenschaumkraut und schon ging's los. Ca. 40 Wildkräuter/Sträucher wurden vorgestellt und deren Verwendung in der Küche bzw. für kleinere Beschwerden wurde besprochen. Ein entspannter, wunderschöner und lehrreicher Ausflug bei allerschönstem Wetter in eine schöne Gegend 5 Minuten von der Innenstadt Straubings entfernt. Im 2. Wildkräuterspaziergang am Sonntag, den 05. Juni sind noch Plätze frei, Anmeldung über die VHS-Straubing

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Bärlauchquark und Co.

Die Natur kommt schon ganz gut aus den Startlöchern. Der erste Bärlauch wurde gesichtet und die ersten Blätter werden in einem wunderbaren Wildkräuter-Bärlauchquark verarbeitet zusammen mit den ersten Brennnessel-Trieben, Löwenzahnblättern, Vogel-Miere und den fast ganzjährig zu findenden Gänseblümchen. Die ersten Frühjahrsblüher sind natürlich auch schon da, das Immergrün, Krokusse, Nieswurz etc. Die Hamamelis-Blüten sind schon seit längerer Zeit wieder schön anzusehen. Und ein paar Pilze waren auch zu finden: aktuell viele Judasohren, die letzten Samtfußrüblinge und ein paar Teuerlinge. Und nicht zu vergessen blühen schon die Kornelkirschen in ihrem wunderschönen Gelb, die ersten gelben Blüten. Man sollte sich die Sträucher merken um im Spätsommer/Herbst dann die leckeren Kornelkirschen ernten zu können. Es geht schon wieder gut los!!

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Das behaarte Schaumkraut - jetzt schon zu finden

Behaartes Schaumkraut - Cardamine hirsuta
Behaartes Schaumkraut - Cardamine hirsuta

Das behaarte Schaumkraut (Cardamine hirsuta) ist, anders wie das verwandte Wiesenschaumkraut, fast das ganze Jahr über zu finden. Jetzt im zeitigen Frühjahr findet man es in Blumentöpfen, Balkonkästen, an Wegrändern und in Gärten, kurz überall wo es noch nicht-bewachsene Flächen gibt. Ich benutze es besonders gerne jetzt als Zugabe zu Salaten wegen seines leicht pfeffrig-scharfen Geschmacks ähnlich der Kresse. Wenn die Pflanze blüht und älter wird wird sie zunehmend bitter. Wunderbar auch in der Kräuterbutter, Kräuterquark oder in den ersten Wildkräutersüppchen. Auch als Smoothie mit Banane, Apfel und Orangensaft eine tolle Sache!!!

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Kornelkirschen

Aktuell können die leicht länglichen Früchte der Kornelkirsche, Cornus mas, geerntet werden. Je dunkler sie sind umso besser. Ich verwende Sie für einen wunderbaren Likör, sie lassen sich aber auch zu Marmelade etc. verarbeiten.
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Kräuter die bestaunt und teils auch geerntet werden

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Waldmeister-Limetten-Orangen-Sirup

Mit dem jetzt wachsenden Waldmeister lassen sich tolle Sirup-Variationen machen. Habe gerade einen Waldmeister-Limetten-Orangen-Sirup hergestellt. Schmeckt herrlich fruchtig-waldmeisterlich im Sekt oder auf Vanilleeis!
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Ist Huflattich krebserregend?

Die krebserregende Nebenwirkung des Huflattichs wurde im Tierversuch an Ratten nachgewiesen. Verantwortlich dafür sind Pyrrolizidine die in geringen Mengen im Huflattich vorkommen. In dem Tierversuch wurden dem Futter der Tiere bis zu einem Drittel Huflattich untergemischt. Da die Tiere die Aufnahme ab einer Zumischung von 15 % verweigerten wurde die Mischung über Schlundsonden zwangsverabreicht. Eine andere Methode war das Spritzen des isolierten Wirkstoffes. Es gibt eine breite Diskussion über die Interpretation dieser Ergebnisse. Ich denke dass viele Pflanzen, Nahrungsmittel und Genußmittel, wenn Sie so getestet würden eine krebserregende oder sonstwie schädigende Wirkung zeigen würden. Und welcher Mensch nimmt schon über Wochen und Monate eine derart hohe Menge an Huflattich zu sich?

Einige Experten stehen auf dem Standpunkt, dass Pyrro­lizidin­alka­loide (PAs) vollständig vermieden werden sollten, währende andere sehr niedrige Mengen für harmlos halten; vorausgesetzt, dass die tägliche Aufnahme unter 1 µg Alka­loid liegt und die Anwen­dungs­dauer pro Jahr insgesamt  6 Wochen nicht über­steigt.

Im Kräuterhandel und in Apotheken angebotener Huflattich stammt aus dem Anbau mit PA-freien Züchtungen.

Um Nebenwirkungen auszuschließen, sollte der Huflattich nur maximal sechs Wochen am Stück eingenommen werden – eine Regel, die jedoch für jede Heilpflanzenkur gilt, nicht nur für den Huflattich. Auch von einer Verwendung während Schwangerschaft und Stillzeit wird abgeraten. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann sich Pyrrolizidinalkaloidfreie Züchtungen in den Garten holen.

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Huflattich-Blüten

Heute war ich Huflattich-Blüten sammeln an den Seen bei Parkstetten Nahe Straubing.

Aus den getrockneten Huflattichblüten läßt sich ein guter Tee bei Husten herstellen. Nach Belieben auch mit getrockneten Malvenblüten, Thymian und Spitzwegerich-Blättern kombinierbar. Aus den genannten, aber frischen Zutaten, läßt sich auch ein angenehmer Hustenhonig herstellen. Einfach die Blüten (oder Blätter) in einem Glas mit Honig übergießen und für mind. 4 Wochen(oder den ganzen Sommer) in die Sonne oder Wärme stellen. Kommt neues Pflanzenmaterial dazu einfach mit mehr Honig wieder auffüllen. Durch den Wassergehalt der Pflanzen entsteht eine Art Sirup. Bei Husten mehrfach am Tag einen Eßlöffel (oder Teelöffel für Kinder) einnehmen oder den Tee damit süßen.

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Frühlingsblüher

Beim Spazierengehen tauchen jetzt immer mehr Frühlingsblüten auf. Der erste gelbblütige Strauch ist die Kornelkirsche, die nicht zu den eigentlichen Kirschen gehört sondern zu den Hartriegelgewächsen. Am besten man merkt sich jetzt schon den Standort der Sträucher und schaut ab Spätsommer nach den dunkelroten Früchten die an etwas längliche, kleine Kirschen erinnern. Sie sind ziemlich säuerlich aber geben sich wunderbar in Gelees und Marmeladen. Ich persönlich stelle aus ihnen einen sehr beliebten Likör her. Der Märzenbecher oder Frühlingsknotenblume steht jetzt in voller Blüte, die ersten Exemplare sind schon am verblühen, die hübsche Staude ist giftig und geschützt. Der Lerchensporn treibt gerade aus und wird bald in einigen Parkanlagen in Straubing die bestimmende Blütenpflanze sein, auch diese Staude ist giftig. Das kleine Hungerblümchen kommt bevorzugt an kargen Standorten vor, dort kann es auch in größeren Trupps auftauchen wie zB. an den Sonnenseiten der Donau-Dämme. Und an einigen Stellen am Moosbach wächst die weiße Pestwurz.Wie der Name sagt wurde früher versucht mit der Pestwurz die Pest zu bekämpfen. Normalerweise wächst die weiße Pestwurz erst in höheren Lagen, deshalb gehe ich davon aus dass es sich um ursprünglich angebaute Pflanzen handelt.

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Neue Pflanzen und Pilze

Heute habe ich in einem Auwald in der Nähe von Straubing nachgeschaut ob es schon Morcheln gibt. Für die Morcheln war es wohl noch 1-2 Wochen zu früh. Immerhin habe ich einen Winterporling und die Buckeltramete gefunden. Und von der Botanik her wurde ich sehr positiv überrascht. Mein erster Wildfund von Seidelbast! Und dann gab es noch den zweiblättrigen Blaustern und das Leberblümchen (einer der besten Kalkanzeiger!). Alle drei giftig und geschützt. Und der erste Huflattich hat rausgeschaut, eine hervorragende Pflanze gegen Husten. Nachmittags fand ich dann im Bayerischen Wald noch die ersten noch kleinen Giftlorcheln, an der Westseite eines Holzlagerplatzes. Früher wurden diese Pilze nach Abkochen gegessen, heutzutage gelten sie als giftig!

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Die ersten "Unkräuter"

Neben den ersten grünen Austrieben (Brennnessel z.B.) gibt es jetzt auch schon die ersten Farbtupfer durch Blüten. So das fast das ganze Jahr findbare Gänseblümchen (Bellis prennis) von dem sich Blätter wie Blüten für Salat, Quark oder Suppen eignen. Die ersten Löwenzahn-Blüten (Taraxacum officinale) zeigen sich, ich freue mich schon auf meinen ersten Löwenzahn-Salat. Kleine blaue Farbtupfer sind die Blüten der verschiedenen Ehrenpreis-Arten (Veronica spec.), alle Ehrenpreis-Arten sind essbar. Das behaarte Schaumkraut (Cardamine hirsuta) ist kleiner als seine nur wenig später erscheinende Verwandte, das Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis). Beide sind wohlschmeckende, leicht scharfe Kräuter. Auch die ersten Veilchen (Viola spec). können gefunden werden. Neben dem wohlriechenden Veilchen gibt es auch einige, nichtriechende Arten. Alle sind essbar. Und last but not least das Scharbockskraut (Ranunculus ficaria). Seine Blätter sind mit die ersten Vitamin C-Lieferanten des Jahres. Allerdings müssen die Blätter vor der Blüte gesammelt werden da sie mit zunehmender Zeit brennend scharf werden, die Giftigkeit der Pflanze nimmt durch die Bildung von Protoanemonin im Laufe des Wachstums zu.

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Der Bärlauch schaut schon raus!

Jetzt gehts langsam richtig los! Der Bärlauch (Allium ursinum) schiebt seine Blätter langsam raus. Freue mich schon auf frisches Bärlauch-Pesto, Bärlauch-Butter und gefüllte Bärlauch-Blätter, hmmmm

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Die ersten Blümchen zeigen sich schon

Nachdem die Haseln schon den ganzen Winter immer mal wieder aufgeblüht sind und die Weiden teils auch schon beginnen, lassen sich jetzt auch die ersten Stauden sehen. Die Schneeglöckchen, Galanthus nivalis (giftig, geschützt) ja schon länger und jetzt kommt auch der Winterling (giftig), Eranthis hyemalis, hier in einem kleinen Waldstück auf dem Gstütt, langsam raus.

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Gemeinschaftsgarten Straubing

Und weil in dem Gemeinschaftsgarten Straubing, der gerade geplant wird auch Kräuter und Pilze wachsen werden, hier die Links zu dem Thema:


https://www.facebook.com/pages/Gemeinschaftsgarten-Straubing/418062388279947


http://idowa.de/home/artikel/2015/01/19/unterstuetzung-erbeeten.html

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