Pilz des Monats November 2019 - der Grünspanträuschling

 

Auf der Suche nach Steinpilz, Zigeuner und Reherl begegnet der Pilzsammler so manchem Pilz dessen Aussehen ihn staunen läßt. Zu diesen Pilzen gehört der Grünspanträuschling (Stropharia aeruginosa). Das Blaugrün des Hutes dieses im Spätherbst erscheinenden Pilzes ist einzigartig, der Fruchtkörper eine wahre kleine Schönheit unserer Wälder. Es gibt also nicht nur Pilze für wahre Gaumenfreuden sondern auch Pilze die einen wahren Augenschmaus darstellen. Die Schönheit der Natur als Nahrung für unsere Seele.

 

Wer den Grünspanträuschling einmal gefunden hat wird sein Erscheinungsbild daher nicht so schnell vergessen. Der Hut ist ca. 15-60 mm breit, in der Jugend halbkugelig und schirmt später auf. Der Hut ist schleimig, klebrig und besitzt weiße Flocken die aber auch vom Regen abgewaschen sein können. Der schlanke Stiel (2-8 cm lang) ist weiß mit blauen Tönen und besitzt einen Ring. Oberhalb des Ringes ist der Stiel glatt, unterhalb weißflockig. Bei oberflächlichem Beschau könnte man den Grünspanträuschling als blaugrüne Variante eines kleinen Fliegenpilz halten. Aber spätestens ein Blick unter den Hut belehrt eines besseren. Die Lamellen sind in der Jugend gräulich und verfärben sich bis ins Alter ins Dunkelviolettbraune. Der Geruch ist etwas muffig, das Fleisch weiß mit leichten Blautönen und der Geschmack mild. Man traut sich gar nicht zu sagen dass dieses kleine Kunstwerk essbar ist. Als Mischpilz gut verwendbar wird der Geschmack des Pilzes als Einzelgericht verschieden beurteilt, von gut bis aufdringlich unangenehm. Manche Autoren halten ihn gar für giftig, was aber nicht belegt ist. Sollte man ihn sammeln empfiehlt es sich die klebrige Huthaut abziehen.

 

 

 

Wenn Sie nicht sicher sind ob Sie einen Grünspanträuschling vor sich haben oder nicht dann fragen Sie bei Zweifeln lieber nach beim Pilzberater Dr. Klaus Breese aus Straubing. Tel. 0174 3039708.