Pilz des Monats Juli 2019 Krause Glucke

Pilz des Monats Juli: Die Krause Glucke

 

Bildunterschrift: Die Krause Glucke ist ein guter Speisepilz der gerne am Fuß einer Kiefer wächst.

 

 

 

Straubing: Der Erstfund einer Krausen Glucke (Sparassis crispa) löst immer Verwunderung aus. Nicht selten wird der Pilz gar nicht als Pilz erkannt, ähnelt sein Aussehen doch eher einem Badeschwamm als einem „normalen“ Pilz mit Stiel und Hut. Erklärt man dem staunenden Betrachter dann auch noch dass es sich bei der Krausen Glucke um einen schmackhaften Speisepilz handelt wird das Unglauben oftmals noch größer. So etwas soll man essen können? Ja, man kann und die Krause Glucke gehört zu den Lieblingspilzen des Autors dieser Zeilen. Manch Pilzfreund scheut auch die in seinen Augen aufwendige Säuberung dieses Pilzes. Ich empfehle folgendes Vorgehen: zunächst wird der Pilz im Ganzen oder in grobe Stücke geteilt auf der Terrasse liegengelassen auf dass alle tierischen Bewohner flüchten können bevor es an die weitere Säuberung geht. Dazu zerzupfe ich den Pilz in grobe Stücke und wasche ihn unter fließendem Wasser auf das alle Verunreinigungen weggespült werden. Die Krause Glucke ist der einzige Pilz den ich gründlich mit Wasser abwasche denn dieser Pilz nimmt aufgrund seiner elastischen, etwas gummiartigen Konsistenz kein Wasser auf. Mein Lieblingsrezept: Gebratene Krause Glucke (wahlweise mit ausgelassenem Speck) mit in Scheiben geschnittenem Lauch in Sahne 5-10 min köcheln lassen und zusammen mit Nudeln der Wahl genießen.

 

Wer die Krause Glucke finden möchte sucht am besten in einem Wald mit hohem Kiefern-Anteil da dieser Pilz ein typischer Schmarotzer von Kiefern ist. Stets wächst er am Fuß oder in der Nähe des Stammes der lebenden Kiefer oder auch eines Kiefern-Baumstumpfes. Er wächst auch in recht trockenen Zeiten da er die für sein Wachstum benötigte Feuchtigkeit wohl aus der Kiefer „abzweigt“. Die Fruchtkörper, die so groß wie ein Fußball oder noch größer werden können erscheinen ab Juli/August bis in den Herbst hinein.

 

 

 

Durch das badeschwammartige Aussehen, die feste Konsistenz, den angenehm pilzigen Geruch und Geschmack läßt sich die Krause Glucke sehr charakteristisch beschreiben. Aber wie immer sollte man sich beim ersten Sammeln von einem kundigen Pilzfreund oder einem Pilzberater bestätigen lassen dass es sich um eine Krause Glucke handelt. Es gibt nämlich z.B. die nahe verwandte Breitblättrige Glucke ,deren Speisewert zumindest umstritten ist oder korallenartige Pilze die durchaus giftig sein können und mit denen sie der Anfänger verwechseln kann.

 

 

 

Wenn Sie nicht sicher sind ob Sie eine Krause Glucke vor sich haben oder nicht dann fragen Sie bei Zweifeln lieber nach beim Pilzberater Dr. Klaus Breese aus Straubing. Tel. 0174 3039708.