Pilz des Monats Dezember: der Birkenporling

 

Der Birkenporling (Fomitopsis betulina) wird seit alters her als Heilpilz verwendet. Mit dem am Boden wachsenden Birkenpilz hat der Birkenporling nur wenig zu tun. Anders als diesen findet man den Birkenporling an umgestürzten oder abgebrochenen Birkenstämmen. Bereits im November oder auch früher brechen aus dem befallenen Holz knollenartige, weiße Gebilde hervor. Diese Jungpilze wachsen je nach Witterung in den nächsten Wochen bis zu 30 cm in die Breite und ragen 5-20 cm aus der Borke hervor. Die Huthaut ist glatt und anfangs weißlich cremefarben und wandelt sich später ins Ockerfarbene. Für Heilzwecke verwendet man junge Fruchtkörper, deren Poren noch eine weißliche Farbe haben.

 

In früheren Zeiten war der Birkenporling bereits als Heilpilz von Bedeutung. In Skandinavien wurde er schon früh als Heilpilz gebraucht. In dünne Streifen geschnitten wurde er als Bandage zur Wundheilung verwendet. Auch der Gletschermann Ötzi , trug den Birkenporling bei sich, als er über die Alpenpässe wanderte. Vermutlich gebrauchte er diesen Pilz als Desinfektionsmittel, da dem Birkenporling eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung zugeschrieben wird. Da die Art zur großen Gruppe der Zunderschwämme gehört, vermutete der Ethnobotaniker Christian Rätsch, dass Ötzi diesen auch zum Feuermachen benutzte.

 

Der Birkenporling enthält verschiedene Polyporensäuren. Die Polyporensäuren haben eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung. Einige dieser Säuren werden zur Zeit von verschiedenen Instituten getestet, ob sie bei der Krebstherapie eingesetzt werden können.

 

Die Volksheilkunde setzt diesen Pilz bei allgemeiner Magenschwäche und Magenverstimmungen ein. Auch bei Magenreizungen und Magenschleimhautentzündungen wird der Birkenporling empfohlen.

 

Wer sich bei der Bestimmung des Pilzes nicht sicher ist, kann sich an den Straubinger Pilzberater Dr. Klaus Breese Tel. 0174 3039708 wenden.