Der österreichische Prachtbecherling, wo in Niederbayern?

 

Der österreichische Prachtbecherling ist als knallig roter Farbtupfer in der aktuell eher grauen bzw. weißen Jahreszeit eine prächtige Erscheinung. Er gehört wie der Hallimasch oder das Judasohr zu den holzbewohnenden Pilzarten. In Niederbayern sind bisher einige wenige Fundstellen bekannt. Am ehesten fündig wird man bei älteren Ahorn Bäumen mit viel modernden Zweigen und Ästen am Boden. Laut Literatur wächst er aber auch auf Erlenholz. Im Fichtenwald wird man nicht fündig. Die bisherigen Fundstellen liegen hauptsächlich im Isar-Hangleitenwald bei Bergahorn. Allerdings sind diese Bäume in Niederbayern nicht selten und deshalb ist zu vermuten, dass Sarcoscypha austriaca, wie der österreichische Prachtbecherling wissenschaftlich heißt, auch noch woanders wächst. Die wie Becher am Holz sitzenden Fruchtkörper sind 1-8 cm groß, außen hellbeige und innen leuchtend rot. Leider sind die Pilze oft von Laub überdeckt, so dass sie trotz ihrer auffallenden Farbe nicht leicht zu finden sind. Oft werden sie zufällig bei Holzarbeiten entdeckt. Typische Erscheinungszeit ist die Schneeschmelze im Frühling, also genau jetzt. Vom Speisewert ist der österreichische Kelchbecherling als ungenießbar eingestuft und seinen Namen hat er von seinem ursprünglichen Verbreitungsschwerpunkt. Sollte jemand diesen Pilz unter einer Linde oder auf Haselholz entdecken, könnte es eine andere, noch viel seltenere Art sein. Neben dem Österreichischen Prachtbecherling gibt es in Bayern noch den Jura-Kelchbecherling und den Zinnoberrroten Kelchbecherling, die ebenfalls im Vorfrühling wachsen. Die 3 Arten sind äusserlich sehr ähnlich und nur mit dem Mikroskop zu unterscheiden. Fundmeldungen für die Aufnahme in die Pilzkartierung nimmt der Straubinger Pilzberater Dr. Klaus Breese unter Tel.: 01743039708 entgegen.

 

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