Pilz des Monats - Pfirsichtäubling

 Durch seinen gelben Hut ist der Pfirsichtäubling leicht im Wald zu finden
Durch seinen gelben Hut ist der Pfirsichtäubling leicht im Wald zu finden

Pilz des Monats: Der Pfirsichtäubling


Dingolfing-Landau: Der Pfirsichtäubling (Russula violeipes) - er wird auch Violettstieliger Täubling genannt - ist ein ausgezeichneter und besonders schöner Speisepilz. Normalerweise erscheint er schon Ende Juni und kommt bis in den Oktober vor. Heuer ist bisher ein ausgesprochen schlechtes Schwammerljahr, es war viel zu warm und zu trocken. Der September und der Oktober könnten, wenn das Wetter mitspielt, aber noch gute Pilzmonate werden.

Der Pfirsichtäubling hat einen vier bis acht cm breiten Hut, jung ist dieser halbkugelig, dann gewölbt bis ausgebreitet, zuletzt mit niedergedrückter Mitte, die Oberfläche ist feinsamtig und trocken. Die Hutfarbe ist jung hell schwefelgelb, dann gelb, gelbgrün, lila getönt, später oft violettpurpurn überlaufen. Der Rand ist nicht gerieft, die Huthaut ist teilweise abziehbar. Die Lamellen sind jung weiß, später cremefarbig bis schwefelgelb, alt strohgelb. Der Stiel ist zylindrisch, an der Basis etwas verjüngt, jung weiß, später violett überhaucht. Das Fleisch ist weiß, hart und brüchig und schmeckt mild. Der Geruch ist beim jungen Pilz fruchtig, der ältere Pilz riecht leicht nach Krabben oder Hering.

Der Pfirsichtäubling wächst auf sauren Böden . Er ist ein Mykorrhiza-Pilz, das heißt, er braucht zum Wachsen einen Baumpartner, mit dem er Wasser und Mineralien gegen Kohlenhydrate austauscht. Am liebsten geht er mit der Buche, manchmal auch mit der Fichte, eine Verbindung ein.

Der Pfirsichtäubling kann eigentlich nur mit anderen Täublingen verwechselt werden. Nach der "Täublingsregel" sind alle mild schmeckenden Täublinge essbar, dazu probiert man ein kleines Stück. Die Probe aber nicht schlucken, sondern ausspucken, denn roh sind alle Wildpilze giftig. Diese Regel darf nur angewendet werden, wenn es sich mit Sicherheit um einen Täubling handelt. Stark giftige Pilze dürfen keinesfalls probiert werden. Der Pfirsichtäubling ist standorttreu und ist in den Wäldern des Landkreises regelmäßig zu finden. Trotzdem, auch wenn Täublinge eher zu den unproblematischen Pilzen hinsichtlich Giftigkeit zählen, darf man nicht leichtsinnig beim Sammeln werden.

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