Pilz des Monats: der Speisetäubling

Fleischfarbige Huthaut, Weißer Stiel ohne Ring und Knolle, Weiße Lamellen, brüchiges Fleisch und milder Geschmack sind die Hauptkennzeichen des Speisetäublings.
Fleischfarbige Huthaut, Weißer Stiel ohne Ring und Knolle, Weiße Lamellen, brüchiges Fleisch und milder Geschmack sind die Hauptkennzeichen des Speisetäublings.

Pilz des Monats Juli: Der Speisetäubling

Bildunterschrift: Fleischfarbige Huthaut, Weißer Stiel ohne Ring und Knolle, Weiße Lamellen, brüchiges Fleisch und milder Geschmack sind die Hauptkennzeichen des Speisetäublings.


Dingolfing/Landau/Straubing: Zur Zeit ist es noch zu trocken, aber wenn es wieder mehr regnet und der Waldboden mit Feuchtigkeit versorgt wird, erscheint er als einer der ersten Speisepilze in unseren Wäldern. Täublinge sind Pilze mit hellen Lamellen und sehr brüchigem Fleisch. Einer der bekanntesten unter ihnen ist der Speisetäubling (Russula vesca), ein sehr guter Speisepilz. Er gehört zu den leicht verdaulichen Pilzarten. Bei der Zubereitung bleibt sein Fleisch weiß und fest, er schmeckt mild-nussartig.

Gut ist der mittelgroße Pilz an seiner Hutfarbe zu erkennen, die an rohes mageres Schweinefleisch erinnert. Die Huthaut reicht meist nicht bis zum Hutrand, so dass dann ein weißer Rand entsteht, sie lässt sich leicht bis etwa zur Mitte abziehen. Der Speisetäubling hat weiße Lamellen, oft sind sie rostbräunlich gefleckt. Der Stiel ist weiß, zylindrisch, an der Basis charakteristisch zugespitzt und dort oft braunfleckig. Das Pilzfleisch ist besonders fest und brüchig, der Stiel lässt sich nicht biegen, er bricht beim Versuch quer durch. Auch die Lamellen brechen, wenn man mit dem Finger darüber streicht.

Täublinge sind Mykorrhiza-Pilze. Sie leben in Symbiose mit verschiedenen Baumarten. Der Speisetäubling wächst unter Eichen, Rotbuchen, Kiefern und Fichten. Von Juli bis Oktober ist er in unserer Gegend häufig zu finden.

Täublinge können bereits im Wald getestet werden, wenn man ein kleines Stück probiert. Sie schmecken entweder mild, scharf oder bitter. Alle mild schmeckenden Täublinge sind essbar.

Der Speisetäubling ist leicht erkennbar, beachtet man die beschriebenen Merkmale, kann er nicht mit einem Giftpilz verwechselt werden. Versierte Speisepilzsammler sollten nicht achtlos an ihm vorbei gehen, er wertet jedes Pilzmischgericht auf.Trotzdem, auch wenn Täublinge eher zu den unproblematischen Pilzen hinsichtlich Giftigkeit zählen, darf man nicht leichtsinnig beim Sammeln werden.



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