Pilz des Monats



Bild und Text von meinem Pilzfreund Heiner Wälischmiller.


Der Voreilende Ackerling wächst oft büschelweise auf Rindenmulch

 

 

Wer zu dieser Jahreszeit auf Pilzsuche geht, ist meist in den Auwäldern auf Morchelsuche anzutreffen. Doch auch in unseren Nadelwäldern erscheinen jetzt die ersten Frühjahrspilze. Der Voreilende Ackerling (Agrocybe praecox) ist nicht nur in Laub- oder Fichtenwäldern, insbesondere auf deren Waldwegen, sondern auch in Gärten, Parks, auf Rindenmulch und Ruderalstellen zu finden.

 Der Voreilende Ackerling ist vor allem im Frühjahr bis zum Sommeranfang, jedoch vereinzelt noch bis in den Spätherbst anzutreffen. Sein Hut hat etwa drei bis acht Zentimeter Durchmesser, ist strohgelb, gelbgrau bis milchkaffeebraun, die Mitte ist etwas dunkler und der Rand lange eingerollt. Bei Trockenheit bricht die Huthaut felderig auf. Am Hutrand zeigen sich oft faserige Velumreste.

 Die Lamellen sind weißlich, im Alter gelblich-bräunlich, ausgebuchtet angewachsen und mit Zahn herablaufend. Die Lamellenschneiden sind uneben und mit Zwischenlamellen versehen. Der Stiel ist weißlich, alt bräunlich mit vergänglich häutigem Ring. Unverletzt ist sein Geruch kakaoartig, gerieben ranzigmehlig. Das Sporenpulver wird mit rostbraun, graubraun sowie erdbraun beschrieben.

 Für Speisezwecke kann der Pilz in einem Mischgericht verwendet werden. Der Geschmack ist etwas mehlartig und bitter. Die Bitterkeit verliert sich jedoch beim Kochen. Außerdem wird der Voreilende Ackerling schnell madig.

 In der Literatur finden sich zum Voreilenden Ackerling keine besonderen Rezepte für ein Pilzgericht, da sein etwas bitterer und dumpfer Geschmack keinen besonders lohnenden Genuss darstellt.

 Verwechslungsgefahr besteht mit dem Krönchenträuschling, der keinen Mehlgeruch aufweist, sowie mit weißen Trichterlingen, die alle als giftig anzusehen sind.

 

 

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