Ist Huflattich krebserregend?

Die krebserregende Nebenwirkung des Huflattichs wurde im Tierversuch an Ratten nachgewiesen. Verantwortlich dafür sind Pyrrolizidine die in geringen Mengen im Huflattich vorkommen. In dem Tierversuch wurden dem Futter der Tiere bis zu einem Drittel Huflattich untergemischt. Da die Tiere die Aufnahme ab einer Zumischung von 15 % verweigerten wurde die Mischung über Schlundsonden zwangsverabreicht. Eine andere Methode war das Spritzen des isolierten Wirkstoffes. Es gibt eine breite Diskussion über die Interpretation dieser Ergebnisse. Ich denke dass viele Pflanzen, Nahrungsmittel und Genußmittel, wenn Sie so getestet würden eine krebserregende oder sonstwie schädigende Wirkung zeigen würden. Und welcher Mensch nimmt schon über Wochen und Monate eine derart hohe Menge an Huflattich zu sich?

Einige Experten stehen auf dem Standpunkt, dass Pyrro­lizidin­alka­loide (PAs) vollständig vermieden werden sollten, währende andere sehr niedrige Mengen für harmlos halten; vorausgesetzt, dass die tägliche Aufnahme unter 1 µg Alka­loid liegt und die Anwen­dungs­dauer pro Jahr insgesamt  6 Wochen nicht über­steigt.

Im Kräuterhandel und in Apotheken angebotener Huflattich stammt aus dem Anbau mit PA-freien Züchtungen.

Um Nebenwirkungen auszuschließen, sollte der Huflattich nur maximal sechs Wochen am Stück eingenommen werden – eine Regel, die jedoch für jede Heilpflanzenkur gilt, nicht nur für den Huflattich. Auch von einer Verwendung während Schwangerschaft und Stillzeit wird abgeraten. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann sich Pyrrolizidinalkaloidfreie Züchtungen in den Garten holen.

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Kommentare: 1
  • #1

    Huflattich (Dienstag, 21 August 2018 16:48)

    https://de.wikipedia.org/wiki/Huflattich#Inhaltsstoffe_und_Verwendung