Körperpflegeprodukte selbst gemacht - eine Einführung (VHS Straubing)

Im Januar bis März 2018 gibt es wieder Einführungsworkshops zum Thema Körperpflegeprodukte selbst gemacht, jeweils freitags von 17 bis 19 Uhr, die Kurse sind immer sehr schnell ausgebucht. Wer hat sich nicht schon mal über die kryptischen Namen der Inhaltsstoffe von Körperpflegeprodukten gewundert und sich gewünscht, dass das doch vielleicht auch mit weniger Chemie zu bekommen sei. Nichts leichter als das! Im ersten Kurs werden wir eine Lotion, ein Deodorant und eine Pflegesalbe mit relativ einfachen Mitteln selbst herstellen. Im zweiten Kurs werden ein Shampoo, ein Duschgel und eine Zahncreme selbst hergestellt. Diese Produkte können problemlos zu Hause nachgemacht und dann an den persönlichen Geschmack bzw. Anforderungen angepasst werden. Anmeldung über die VHS-Straubing.

 

19. Januar Kurs I: Lotion, Deodorant, Pflegesalbe

02. Februar Kurs II: Shampoo, Duschgel, Zahncreme

23. Februar Kurs I: Lotion, Deodorant, Pflegesalbe

09. März Kurs II: Shampoo, Duschgel, Zahncreme

 


Wildkräuter-Spaziergänge in Zusammenarbeit mit der VHS-Straubing

Am 14. April 2018, 05. Mai 2018,  09. Juni 2018 und am 07. Juli2018, jeweils 9:30 - 11:30 Uhr führe ich Wildkräuterspaziergänge an der Donau durch. Anmeldung über die VHS-Straubing.


Diese Seite befasst sich mit den Pilzen und Kräutern (aber auch Sträuchern und Bäumen) in Straubing und seinem weiteren Umland bis hin zum nahen Bayerischen Wald. Es geht um die Vielfalt und Schönheit unserer Natur, aber auch um die Nutzungsmöglichkeiten der Pilze und Kräuter in der Küche und für die Gesundheit und unser Wohlergehen.

 

Viel Spaß beim Stöbern auf diesen Seiten!

 


Hier die jeweils vier neuesten Einträge in meinen Blogs, schaut auch mal in den Kräuter- oder Pilzblog, dort kann man an den Einträgen sehr schön erkennen was in der Flora und in der Pilzwelt so über das Jahr hinweg los ist!

Pilz des Monats Dezember: der Birkenporling

 

Der Birkenporling (Fomitopsis betulina) wird seit alters her als Heilpilz verwendet. Mit dem am Boden wachsenden Birkenpilz hat der Birkenporling nur wenig zu tun. Anders als diesen findet man den Birkenporling an umgestürzten oder abgebrochenen Birkenstämmen. Bereits im November oder auch früher brechen aus dem befallenen Holz knollenartige, weiße Gebilde hervor. Diese Jungpilze wachsen je nach Witterung in den nächsten Wochen bis zu 30 cm in die Breite und ragen 5-20 cm aus der Borke hervor. Die Huthaut ist glatt und anfangs weißlich cremefarben und wandelt sich später ins Ockerfarbene. Für Heilzwecke verwendet man junge Fruchtkörper, deren Poren noch eine weißliche Farbe haben.

 

In früheren Zeiten war der Birkenporling bereits als Heilpilz von Bedeutung. In Skandinavien wurde er schon früh als Heilpilz gebraucht. In dünne Streifen geschnitten wurde er als Bandage zur Wundheilung verwendet. Auch der Gletschermann Ötzi , trug den Birkenporling bei sich, als er über die Alpenpässe wanderte. Vermutlich gebrauchte er diesen Pilz als Desinfektionsmittel, da dem Birkenporling eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung zugeschrieben wird. Da die Art zur großen Gruppe der Zunderschwämme gehört, vermutete der Ethnobotaniker Christian Rätsch, dass Ötzi diesen auch zum Feuermachen benutzte.

 

Der Birkenporling enthält verschiedene Polyporensäuren. Die Polyporensäuren haben eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung. Einige dieser Säuren werden zur Zeit von verschiedenen Instituten getestet, ob sie bei der Krebstherapie eingesetzt werden können.

 

Die Volksheilkunde setzt diesen Pilz bei allgemeiner Magenschwäche und Magenverstimmungen ein. Auch bei Magenreizungen und Magenschleimhautentzündungen wird der Birkenporling empfohlen.

 

Wer sich bei der Bestimmung des Pilzes nicht sicher ist, kann sich an den Straubinger Pilzberater Dr. Klaus Breese Tel. 0174 3039708 wenden.

 

Spätherbst-Schwammerl

So, kurz vor dem ersten angesagten Frost nochmal in den Wald. Die Artenvielfalt lässt natürlich langsam nach aber gerade für die Freunde der Trompetenpfifferlinge lohnt es sich noch sehr. Zu sehen im Korb sind Trompetenpfifferlinge, graue Pfifferlinge, Pfifferlinge, Krause Glucke, Rötelritterlinge, Parasol, Safran-Schirmpilz und zwei Champignons. Lecker! Und ab dem ersten Frost keine Pilze mehr sammeln!! Ausser den "Winterpilzen"!

Eingelegte, schwarze Walnüsse

Anfang August geerntete, grüne Walnüsse wurden mit einer spitzen Gabel gelöchert und mit kaltem Wasser gewässert. Das Wasser färbt sich durch die herausgelösten Gerbstoffe immer sehr schnell braun, daher muss es täglich mindestens ein Mal gewechselt werden. Wenn sich das Wasser nicht mehr färbt, das kann ein paar Wochen dauern, kann die Herstellung der eingelegten, schwarzen Walnüsse weitergehen. Die inzwischen schon schwarz gewordenen Walnüsse werden mit kochendem Wasser überbrüht und ca. 10 min stehen gelassen, dann mit kaltem Wasser abgeschreckt. Ich hatte 22 Walnüsse, ca. 500 Gramm. In einem Topf werden ca. 700 g Zucker mit 350 ml Wasser langsam zum Sieden gebracht bis eine klare Lösung entsteht. Danach werden Zimt, Vanille, Gewürznelken, Pimentkörner und eine geriebene Limetten- oder Zitronenschale und deren Saft dazugefügt. Jetzt werden die Walnüsse zugefügt und ca. 30 min leicht geköchelt. Dann werden die Walnüsse auf Gefäße verteilt und mit der Flüssigkeit aufgefüllt. Zum Abkühlen wird auf den Kopf gestellt - fertig. Jetzt das Ganze in einem kühlen Raum mind. ein halbes, besser ein ganzes oder zwei Jahre gelagert. Super-Slow-Food sozusagen :-) Und dann können die Walnüsse in feinsten Scheiben zu Vanilleeis, Käseplatte oder Wildfleischgerichten genossen werden.

Pilz des Monats Juli - der Klebrige Hörnling

 

Pilz des Monats Juli:

 

Der orange Ziegenbart heißt eigentlich Klebriger Hörnling

 

 

 

Wer bei Trockenheit von Juni bis Ende November in den Wald geht, wird sicherlich als erstes den Klebrigen Hörnling mit dem wissenschaftlichen Namen „Calocera viscosa“ finden. Durch seine kräftig orange Farbe leuchtet er dem Schwammerlsucher meistens schon von Weiten entgegen.

 

Der Fruchtkörper ist 3-6 cm hoch, durch den Carotinoin-Gehalt dottergelb bis leuchtend orangegelb gefärbt. Er ist keulenförmig mit spärlichen geweihartigen Verzweigungen oder ist scheinbar korallenartig verwachsen und mit klebriger-schlüpfriger Oberfläche. Diese Oberfläche trägt die Fruchtschicht mit Sporen.

 

Die Konsistenz ist zähgummiartig, unzerbrechlich und kaum zerreißbar. Bei Trockenheit wird der Fruchtkörper hornartig und dunkler orangerot. Er quillt bei feuchter Witterung wieder auf.

 

Man findet den Klebrigen Hörnling an abgestorbenen morschen Nadelholz und häufig an bemoosten Fichten- und Kiefernstümpfen. Zeitweise ist er als Massenpilz zu beobachten.

 

Häufig wird diese Art von Sammlern für einen Korallenpilz gehalten was er aber nicht ist. Der Klebrige Hörnling gehört zu den Gallerttränenpilzen und ist mit den Korallenpilzen nicht verwandt.

 

Der Verzehr ist im Gegensatz zu einigen echten Korallenpilzen unschädlich. Für eine Hörnlings-Pilzsuppe ist er allerdings nicht geeignet, da er fast keinen Pilzgeruch und Geschmack hat. Kenner verwenden ihn daher eher im Rohzustand in geringen Mengen zur Garnierung von Pilzgerichten, indem sie ihn wie Petersilie darüber streuen. Verwechseln kann man den Klebrigen Hörnling mit dem kleineren „Pfriemförmigen Hörnling“ aber auch dieser ist ungiftig. Wer sich bei der Bestimmung des Pilzes nicht sicher ist, kann sich an den Straubinger Pilzberater Dr. Klaus Breese Tel. 0174 3039708 wenden.

 

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