Diese Seite befasst sich mit den Pilzen und Kräutern (aber auch Sträuchern und Bäumen) in Straubing und seinem weiteren Umland bis hin zum nahen Bayerischen Wald. Es geht um die Vielfalt und Schönheit unserer Natur, aber auch um die Nutzungsmöglichkeiten der Pilze und Kräuter in der Küche und für die Gesundheit und unser Wohlergehen.

 

Viel Spaß beim Stöbern auf diesen Seiten!

 


Körperpflegeprodukte selbst gemacht - eine Einführung (VHS Straubing)

Im Oktober bis November 2019 gibt es wieder Einführungsworkshops zum Thema Körperpflegeprodukte selbst gemacht, jeweils freitags von 17 bis 19 Uhr, die Kurse sind immer sehr schnell ausgebucht. Wer hat sich nicht schon mal über die kryptischen Namen der Inhaltsstoffe von Körperpflegeprodukten gewundert und sich gewünscht, dass das doch vielleicht auch mit weniger Chemie zu bekommen sei. Nichts leichter als das! Im ersten Kurs werden wir eine Lotion, ein Deodorant und eine Pflegesalbe mit relativ einfachen Mitteln selbst herstellen. Im zweiten Kurs werden ein Shampoo, ein Duschgel und eine Zahncreme selbst hergestellt. Diese Produkte können problemlos zu Hause nachgemacht und dann an den persönlichen Geschmack bzw. Anforderungen angepasst werden. Anmeldung über die VHS-Straubing.

 

11. Oktober 2019 Kurs I: Lotion, Deodorant, Pflegesalbe

25. Oktober 2019 Kurs II: Shampoo, Duschgel, Zahncreme

15. November 2019 Kurs I: Lotion, Deodorant, Pflegesalbe

29. November 2019 Kurs II: Shampoo, Duschgel, Zahncreme

 


Wildkräuter-Spaziergänge in Zusammenarbeit mit der VHS-Straubing

An folgenden Terminen führe ich einen Wildkräuterspaziergang an der Donau durch. Anmeldung über die VHS-Straubing. Jeweils von 9:30 bis 11:30 Uhr.

 

07. September 2019: Wildkräuterspaziergang

 

 


Pilzexkursionen in der Umgebung von Straubing

Die Termine für 2019 stehen noch nicht fest, hier eine Übersicht über die Termine 2019:

22.09.2019 Pilzexkursion: Anmeldung über VHS Straubing

05.10.2019 "Ein Nachmittag in den Schwammerln" . Anmeldung über die VHS Straubing

28.09.2019 "Auf Schwammerlpirsch im Bayerwald" Anmeldung über Umweltzentrum Schloss Wiesenfelden

12.10.2019 Pilzexkursion: Anmeldung über VHS Kirchroth

13.10.2019 "Auf Schwammerlpirsch im Bayerwald" Anmeldung über Umweltzentrum Schloss Wiesenfelden


Winterpilz-Exkursionen in Straubing

2019 noch nicht bekannt, wird kurzfristig über die VHS Straubing bekanntgegeben.

Samstag, den 24. November 2018: 10-12 Uhr und 13-15 Uhr, Treffpunkt an der Nepomuk-Statue an der Schloßbrücke in Straubing. Anmeldung nur über die VHS Straubing möglich.


Hier die jeweils vier neuesten Einträge in meinen Blogs, schaut auch mal in den Kräuter- oder Pilzblog, dort kann man an den Einträgen sehr schön erkennen was in der Flora und in der Pilzwelt so über das Jahr hinweg los ist!

Pilz des Monats Juli 2019 Krause Glucke

Pilz des Monats Juli: Die Krause Glucke

 

Bildunterschrift: Die Krause Glucke ist ein guter Speisepilz der gerne am Fuß einer Kiefer wächst.

 

 

 

Straubing: Der Erstfund einer Krausen Glucke (Sparassis crispa) löst immer Verwunderung aus. Nicht selten wird der Pilz gar nicht als Pilz erkannt, ähnelt sein Aussehen doch eher einem Badeschwamm als einem „normalen“ Pilz mit Stiel und Hut. Erklärt man dem staunenden Betrachter dann auch noch dass es sich bei der Krausen Glucke um einen schmackhaften Speisepilz handelt wird das Unglauben oftmals noch größer. So etwas soll man essen können? Ja, man kann und die Krause Glucke gehört zu den Lieblingspilzen des Autors dieser Zeilen. Manch Pilzfreund scheut auch die in seinen Augen aufwendige Säuberung dieses Pilzes. Ich empfehle folgendes Vorgehen: zunächst wird der Pilz im Ganzen oder in grobe Stücke geteilt auf der Terrasse liegengelassen auf dass alle tierischen Bewohner flüchten können bevor es an die weitere Säuberung geht. Dazu zerzupfe ich den Pilz in grobe Stücke und wasche ihn unter fließendem Wasser auf das alle Verunreinigungen weggespült werden. Die Krause Glucke ist der einzige Pilz den ich gründlich mit Wasser abwasche denn dieser Pilz nimmt aufgrund seiner elastischen, etwas gummiartigen Konsistenz kein Wasser auf. Mein Lieblingsrezept: Gebratene Krause Glucke (wahlweise mit ausgelassenem Speck) mit in Scheiben geschnittenem Lauch in Sahne 5-10 min köcheln lassen und zusammen mit Nudeln der Wahl genießen.

 

Wer die Krause Glucke finden möchte sucht am besten in einem Wald mit hohem Kiefern-Anteil da dieser Pilz ein typischer Schmarotzer von Kiefern ist. Stets wächst er am Fuß oder in der Nähe des Stammes der lebenden Kiefer oder auch eines Kiefern-Baumstumpfes. Er wächst auch in recht trockenen Zeiten da er die für sein Wachstum benötigte Feuchtigkeit wohl aus der Kiefer „abzweigt“. Die Fruchtkörper, die so groß wie ein Fußball oder noch größer werden können erscheinen ab Juli/August bis in den Herbst hinein.

 

 

 

Durch das badeschwammartige Aussehen, die feste Konsistenz, den angenehm pilzigen Geruch und Geschmack läßt sich die Krause Glucke sehr charakteristisch beschreiben. Aber wie immer sollte man sich beim ersten Sammeln von einem kundigen Pilzfreund oder einem Pilzberater bestätigen lassen dass es sich um eine Krause Glucke handelt. Es gibt nämlich z.B. die nahe verwandte Breitblättrige Glucke ,deren Speisewert zumindest umstritten ist oder korallenartige Pilze die durchaus giftig sein können und mit denen sie der Anfänger verwechseln kann.

 

 

 

Wenn Sie nicht sicher sind ob Sie eine Krause Glucke vor sich haben oder nicht dann fragen Sie bei Zweifeln lieber nach beim Pilzberater Dr. Klaus Breese aus Straubing. Tel. 0174 3039708.

 

Winterpilzexkursion und Frostschneckling

September-Pilze 2018

Trotz des sehr trockenen Sommers kann man aktuell doch so einiges an Pilzen in Wald und Flur finden. Anbei ein paar Impressionen.

Pilz des Monats September: Der Kahle Krempling


Straubing: Dieser Pilz ist der beste Beweis dass sich der Schwammerlsucher nicht nur auf das geerbte Pilzbuch der Oma verlassen soll, sondern alle paar Jahre ein neues Pilzbuch kaufen und lesen sollte. Früher war der Verkahlende oder kurz Kahle Krempling (Paxillus involutus) ein Marktpilz, man konnte ihn also käuflich erwerben und viele ältere Pilzsammler erinnern sich an häufige Kremplingsmahlzeiten in ihrer Jugend und auch noch später. Schon damals war bekannt dass der Pilz roh sehr giftig ist und er nur nach ausreichendem Erhitzen genossen werden kann. Vor einigen Jahren landete eine fünfköpfige Familie in Passau auf der Intensivstation nach dem Genuß nicht ordentlich erhitzter Kahler Kremplinge. Und seit einigen Jahren ist bekannt dass auch der Genuß des ausreichend erhitzten Pilzes das Risiko einer tödlichen, allergischen Reaktion beinhaltet, dem sogenannten Paxillus-Syndrom. Nach erstmaligem Genuß des Pilzes bildet der Körper Antikörper gegen bestimmte antigene Substanzen des Pilzes. Und bei wiederholtem Genuß des Pilzes, dieser kann auch erst Jahre später erfolgen, kann (muß aber nicht, das ist eine individuelle Reaktion) es zu der potentiell tödlichen, allergischen Reaktion kommen. Die Antikörper verbinden sich mit den Antigenen des Pilzes, lagern sich an die Oberfläche der roten Blutkörperchen und bringen diese zum Platzen. Eine sogenannte Hämolyse beginnt und kann in schweren Fällen zum Tode führen. Wer weiß wie viele Menschen früher Opfer dieser allergischen Reaktion gewesen sind bevor man diese als solche überhaupt erkannt hat?

Der Kahle Krempling ist ein recht häufiger Mykorrhizapilz der vor allem in sauren Nadelwäldern wie dem Bayerwald vorkommt. Er kann aber auch in Laubwäldern oder Parks gefunden werden, bei geeigneten Bedingungen (Feuchtigkeit) von Frühjahr bis Herbst. Charakteristisch ist der lange eingerollte Hutrand, daher der Name Krempling. Die Hutoberfläche ist bräunlich, bei Trockenheit leicht samtig, die Hutmitte ist später trichterförmig vertieft. Der Hut hat einen Durchmesser von bis zu ca. 15 cm, meist 5-10 cm. Die Lamellen zeigen gelbe bis braune Töne, bei Druck oder Schnitt zeigt sich schnell eine dunkelbraune Verfärbung. Charakteristisch ist auch, dass sich die Lamellen sehr leicht vom Hut ablösen lassen, z.B. bei Druck mit dem Fingernagel. Die Lamellen laufen weit am Stiel herab. Der Stiel ist 3-8 cm lang, 1-3 cm dick, gelb-bräunlich und auch bei Druck verfärbend. Der Geruch ist leicht säuerlich, das Fleisch ist hell aber dunkelt schnell nach. 


Wenn Sie nicht sicher sind ob Sie einen Kahlen Krempling vor sich haben oder nicht dann fragen Sie bei Zweifeln lieber nach beim Pilzberater Dr. Klaus Breese aus Straubing. Tel. 0174 3039708.


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